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Ärger wegen Vertrauensverlust - meine kleine Essensgeschichte

Aktualisiert: 16. Feb. 2022
























Treffen mit meiner Nichte und Großnichte zum Mittagessen. Bin gespannt, war schon lange nicht mehr in dem Lokal. Ein Lokal auf dem Dach eines großen Geschäfts in der Innenstadt in Linz. Meine Nichte weiß nicht, ob es was Vegetarisches gibt. Ob es was Veganes gibt, traue ich mich gar nicht erst zu fragen. Wir gehen also in das besagte Restaurant. Meine Großnichte schwärmt mir in der Zwischenzeit von den selbstgemachten Knödeln vor. Okay, denke ich. Habe ich schon lange nicht mehr gegessen, geschweige denn selbst gemacht. Werde ich halt die Knödel probieren.


Wir treten ein und ich bin erstaunt, wie nett es hier aussieht. Vor allem auf der Dachterrasse. Sobald es warm ist, muss es hier zum Sitzen sehr schön sein. Meine beiden Begleiterinnen entscheiden sich für eine Cola und wie kann es anders sein, ich für einen weißen Spritzer. Ha, denke ich, bin ja mit der Straßenbahn da. Das muss ich gleich nutzen.

Die nette Kellnerin kommt und überreicht uns jedem einzelnen eine Speisekarte. Ich schaue nur kurz rein und sehe Unmengen an Fleischgerichten. Meine Nichte meint, sie haben heute Spinat-Käse-Spätzle. Mmmmhh, ob das gut geht? Ich bin grundsätzlich schon kein Spätzlefan. Soll ich mich trauen? Nein, denke ich. Lieber die Knödel, von denen wurde mir ja schon vorgeschwärmt. Also bestelle ich die Knödel (Grammelknödel, Haschee waren aus) – bin ja keine Veganerin, esse nur gerne vegan - und meine Nichte die Spätzle. Zum Glück lässt sie mich kosten und was soll ich sagen, beim nächsten Mal bestelle ich sicher die Spinat-Käse-Spätzle. Sehr lecker, mit einer köstlichen Käsesoße, die das Ganze saftig macht und die Konsistenz der Spätzle ein Gedicht, nicht zu weich und nicht zu fest. Sehr gut und ein großes Dankeschön an den Koch.

So und jetzt zu meinem Ärger über mich selbst. Die Knödel waren gut, gar keine Frage. Die Spinatspätzle mit Käsesoße aber noch viel besser und ohne Fleisch. Jetzt muss ich mich über mich selbst ärgern. Was lerne ich bzw. welchen Schluss ziehe ich daraus?

Fazit: Ich muss auch wieder mehr Vertrauen in die veganen/vegetarischen Kochkünste der Gastronomie aufbauen. Vegane österreichische Küche ist einfach noch viel zu selten und ein Restaurant mit veganer österreichischer Küche wäre in einer Stunde Mittagspause zeitlich nicht erreichbar gewesen. Vielleicht erbarmen sich doch manchmal auch gutbürgerliche Restaurants und bieten ein köstliches veganes Gericht an. Der Vorteil ist, dass „vegetarisch“ damit auch abgedeckt ist und sich viele Vegetarier auch darüber freuen würden. Mich würde es auf alle Fälle freuen und ich könnte dann auch außerhalb des Hauses wieder mehr fleischlos und vegan essen. Allerdings bin ich auch über jedes köstliche vegetarische Gericht erfreut. Diese Spinat-Käse-Spätzle waren köstlich. Schade, dass ich das Vertrauen nicht hatte und so zu keinem fleischlosen Genuss kam. Vor lauter Überraschung habe ich dann auch noch vergessen, ein Foto zu machen. Obiges Foto ist von Wix. Beim nächsten Mal gibt es ein Originalfoto.

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